Wer würde eine Spy App auf seinem iPhone benutzen?

img_callsDas Thema der „Spionage“ hat seit Edward Snowdens Enthüllungen erst so richtig Wellen geschlagen im Bewusstsein der Bevölkerung. Selbst die Kanzlerin hat nun endlich bemerkt, bzw. merken müssen, dass das Thema „Abhören“ uns alle betrifft. Doch inzwischen ist es nun auch schon wieder ein Jahr her, dass Edward Snowden in Russland ist und man merkt, dass vieles schon wieder unter den Teppich gekehrt wurde und das Interesse der Öffentlichkeit nachlässt.

Wir wollen Euch heute gerne eine Spy App vorstellen, mit der so gut wie alles möglich ist, was man so aus aktuellen Serien wie zum Beispiel Person of Interest, kennt. Bei dieser US Krimi Serie geht es um eine Total-Überwachung durch einen Supercomputer, der alle Kameras, Handys und andere Geräte zur Überwachung anzapfen kann. In vielen TV-Serien wird gezeigt, wie sich per „Knopfdruck“  in ein fremdes Mobiltelefon gehacken wird und viele Fernsehzuschauer halten das für einen TV-Gag. Dabei ist es heutzutage für jeden User sehr einfach eine Person über das Handy auszuspionieren. Ist eine sogenannte Spy App erst mal auf einem iPhone oder anderem Smartphone installiert, so lassen sich alle Aktionen auf einem zweiten Telefon klonen. Es können also Telefongespräche live mitgehört werden, aufgezeichnet und gespeichert werden, SMS und Whatsapp in echtzeit mitgelesen und der Verlauf kopiert werden. Selbst das Mikrofon und die Kamera können fremd aktiviert werden, um so das iPhone als Wanze zu nutzen und alle Gespräche bzw. Videos aufzunehmen. Eines dieser „Spion“ Apps nent sich mSpy. Auf der Webseite zur mSpy App kann man detailliert sehen, was für ein mächtiges Tool diese Programme sind.

Ein Beispielvideo zeigt, dass eine komplette Überwachung eines Smartphones, egal ob iPhone oder Android Phone – tatsächlich für jeden für wenig Geld und geringen Aufwand zu haben ist. Einmal installiert ist die App nicht mehr nachweisbar, also nicht sichtbar. Man muss sich nur Zugang zum Telefon besorgen, installieren und schon kann man folgendes:

Um hier die wichtigsten Punkte der „Featureliste mal kurz aufzuzählen:

  • Hören Sie Anrufe ab
  • Stellen Sie eine vordefinierte Nummer ein, deren eingehende oder abgehende Anrufe Sie aufzeichnen möchten
  • Spionieren Sie SMS und MMS nach
  • Spionieren Sie Emails nach
  • Verfolgen Sie GPS Standorte nach
  • Sehen Sie Multimedia Dateien an
  • Fernsteuerung
  • Kontrollieren Sie Anwendungen und Programme
  • Beschränken Sie Anrufe
  • Sehen Sie Kalender und Adressbuch
  • Fangen Sie Chats ab
  • Überwachen der Internetnutzung

„Coooool!“ werden jetzt sicherlich viele sagen. „Das will ich auch haben!“, „Da werde ich auf jeden Fall mal jemand „abchecken“ wollen!“. Vielleicht den eigenen Partner, die Kinder oder gar die eigenen Mitarbeiter. Als Chef einer Firma macht es doch auch Sinn zu wissen, wo und wann ein Angestellter jemanden anruft, was er sagt und schreib, wo er sich gerade herumtreibt und ob er an dem Ort, an dem er sich gerade befindet, auch wirkich sein sollte. Oder wenn der eigene Sprössling Abends und wochenends auf Tour ist, ist es doch wichtig zu wissen, wo er sich rumtreibt, mit wem er „abhängt“ und was er so kommuniziert mit den Freunden. Dann kann man sofort eingreifen, wenn was nicht so läuft, wie man es sich wünscht. So kann man seinen elterlichen Pflichten doch viel besser nachkommen! Das perfekte Tool also für jede misstrauische Person, ODER?

Eines muss klar sein: eine solche App ist ein absoluter Alptraum für die persönlichen Rechte jeglicher Personen. Wer schon alleine mit dem Gedanken spielt, eine Person total überwachen zu wollen, tritt alle Rechte mit Füßen. Man sollte sich fragen, ob man selbst so stark ausspioniert und kontrolliert werden möchte. Denn derjenige, der eine Person mit einer solchen App ausspioniert, hat Zugriff auf sämtliche private Daten, kann sämtliche Kommunikationskanäle abhören und dringt extrem in die Privatsphäre des anderen ein.

Natürlich muss jeder selber wissen, ob er so ein gewaltiges Spion Programm einsetzen möchte. Es ist im Internet frei erhältlich, kinderleicht zu installieren und auch nicht wirklich teuer. Ob es allerdings moralisch vertretbar ist, den Partner, die Kinder, die Mitarbeiter oder andere Menschen auf diese Art und Weise zu bespitzeln, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

Sehenswert

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Über Thomas Kokoska 191 Artikel

Hi@all! Mein erster Mac war tatsächlich ein Macintosh SE 30, ich bin also seit den Anfängen von Apple mit dabei. Ich arbeite bis heute im Mac Service und kümmere mich um hilfebedürftige Mac-User, kaputte iPhones, iPods und anderes Mac-Zubehör. Macs sind seit Jahren die besten Rechner auf dem Markt und das bestätigt sich auch bei einem Blick auf meine Kunden – einmal Mac, immer Mac! Hier im Apple Blog möchte ich Euch mit aktuellen Mac Themen, Technik-Tipps und kleinen Hilfestellungen zur Seite stehen. Und ich hoffe, dass Ihr Spaß an meinen Artikeln habt und hier auch die Antworten auf Eure Fragen findet.

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