SSD

MacOS Big Sur oder Monterey auf einen alten Mac installieren

Leider hat auch Apple die Angewohnheit ältere Macs nach immer kürzerer Zeit nicht mehr für das neueste MacOS zu qualifizieren. Sprich, Apple läßt das nicht zu, obwohl noch viele Modelle trotzdem kompatibel sein würden, sogar bis zurück ins Jahr 2009. natürlich macht das Apple hauptsächlich um Geld zu verdienen. Der Mac soll ja nicht 10 Jahre seinen Dienst erledigen, dann bringt er dem Unternehmen mit dem angebissenen Apfel keinen Gewinn.

Update auf Big Sur oder Monterey via DoItYoursef oder beim lokalen Service

Es gibt mit dem „OpenCore Legacy Patcher“ eine hervorragende Möglichkeit die Macs weiterhin aktuell zu halten. Wichtig ist allerdings die Ausstattung des Macs. Mit einer alten, physikalischen Festplatte kann man das Projekt gleich vergessen. Selbst mit älteren System laufen diese ausgedienten, alten Festplatten ziemlich zäh um nicht zu sagen unbrauchbar. Es daher ein Umbau auf eine digitale Festplatte notwendig. Idealerweise sollte der Mac auch mindestens 8GB RAM haben. Eine SSD im SATA Format oder bei Laptops SSDs im NVram Format bekommt Ihr beim lokalen Händler oder auch im Internet, zum Beispiel via Google Shopping. Den Einbau könnt ihr selber erledigen. Traut Ihr Euch nicht selber, dann den Mac einfach zum lokalen Mac-Service bringen. Die meisten Mac-Service Händler werden Euch abraten von einer Installation eines neuen MacOS auf einen alten Mac, weil sie natürlich auch Geld verdienen möchten. Also hier nicht wundern. Ein System installieren zu lassen wäre nicht notwendig, ausser es kostet nichts extra.

Mut zum Update

Ist Euer Mac nun technisch auf Stand, geht es zur Softwareinstallation. Als zusätzliches Tool benötigt Ihr einen 16GB USB Stick oder auch eine externe USB-Festplatte. Beides natürlich leer. Darauf wird ein Installations-Laufwerk, mit welchem Ihr später dann booten werdet und Big Sur oder Monterey installieren könnt. Von der Erstellung des Installationslaufwerks und der gesamten Installion gibt es detaillierte Videos von einem tollen Mac-Guru namens MrMacintosh. Die Videos sind allerdings auf englisch aber gut auch mit Bildern erklärt, sodass es auch mit geringem Englisch klappen wird. Nur Mut, es lohnt sich. Der Mac kann nicht kaputt gehen. Technisch kurz erklärt was der „OpenCore Legacy Patcher“ macht. Die neuen Systeme Big Sur und Monterey benötigen eine spezielle Partition auf der Festplatte, eine sogenannte „EFI-Bootpartition“. Da aber die alten Macs darüber nicht verfügen, wird dies Softwaretechnisch hergestellt. Es wird dann von der neuen Bootpartition gestartet, die dann auf die eingebaute SSD verweist und dann den Mac erkennt und ganz normal arbeitet. Es werden auch alle Systemupdates von Apple unterstützt. Wer sich aber nicht sicher ist, kann vor einem Update immer mal wieder bei MrMacintosh vorbeischauen, ob er das neueste Update auch empfiehlt.

Also Apple, Eure Macs halten länger als sie sollen, was wir gut finden. Auch die Geschwindigkeit ist sehr gut. Manchmal hat man den Eindruck, das ein älterer Mac mit neuer Platte schneller ist als ein neuer Mac.

Mehr Geschwindigkeit – iMac mit einer digitalen SSD Festplatte aufrüsten

Bild:Atimedia | Pixabay

Ein alter Mac gehört noch lange nicht aufs Abstellgleis. Ganz im Gegenteil. Manch alter Mac, und ich spreche von Modellen ab 2008, sind noch heute sichtlich schneller als ihre neuen, flachen Kollegen aus den aktuellen Regalen der Mac-Dealer. In unserem Beispiel nehmen wir uns einen iMac mit 24″ aus dem Jahre 2008 vor. Hier haben wir nun zwei Möglichkeiten. Wir ersetzen einfach die alte, analoge Festplatte oder wir nehmen das DVD-Laufwerk raus und haben somit zwei Festplatten im iMac. Der Vorteil von zwei Festplatten ist natürlich mehr Speicherplatz intern. Hier kann man die alte Festplatte entweder drin lassen, sofern sie den Geist nach diesen Jahren noch nicht aufgegeben hat, oder man ersetzt sie gegen eine neue Festplatte mit mehr Kapazität. Oder gar auch gegen eine digitale SSD. Je nach dem, wieviel Ihr auch investieren möchtet. Aktuell liegen SSD-Festplatten mit 240GB etwa bei 70 Euro und 480GB SSD-Festplatten etwa bei 140 Euro. 2TB-Festplatten der alten Generation bekommt ihr schon für etwa 75 Euro.

Was brauchen wir also um den iMac mit 24″ Display aufzurüsten, wenn wir die alte Platte drin lassen möchten und das DVD-Laufwerk ersetzen möchten?

Wir benötigen eine neue SSD-Festplatte und ein iMac-SSD-DVD-Einbaukit. Das Einbaut gibt es in zwei Varianten. Mit und ohne externes DVD-Gehäuse. Will man sein DVD-Laufwerk weiter benutzen, dann nimmt man das Gehäuse dazu, somit kann man das DVD-Laufwerk extern via USB weiter nutzen. Das Einbaut und die SSD-Festplatten gibt es beim örtlichen Händler oder bei Amazon. Die Marke der SSD-Festplatte ist nicht so wichtig. Auch muss es nicht die schnellste sein. Einfach eine Standard-SSD aussuchen.

Wie öffne ich meinen iMac für den Umbau?

Wir benötigen folgende Werkzeuge, um ans innere des iMacs vorzudringen. Wichtig hierbei ist, das man mit äusserer Vorsicht vorgeht und natürlich den Netzstecker vorher zieht. Um das Front-Glas abzubekommen benötigen wir einen Saugnapf. Die Frontscheibe steck und ist magnetisch. Ist die Scheibe ab, geht es mit Torx-Schrauben weiter. Hier geht dann der Alurahmen ab und danach das Display. Hier ist natürlich auch jedes Modell anders. Deswegen leite ich Euch hier einfach weiter an ein Video-Tutorial von iFixit. Einfach den richtigen iMac aussuchen und alle Schritte laut Video folgen. Den Ausbau der Festplatte und den Ausbau des DVD-Laufwerks. Hier geht es zu iFixit iMac-Tutorials.

Wie kopiere ich die Daten von der alten Festplatte auf die neue SSD-Festplatte?

Haben wir dann den iMac nach dem Umbau mit Hilfe von iFixit-Tutorials wieder zusammengebaut, geht es an die Daten. Will man sein System neu aufsetzen, dann ist der Vorgang ja relativ klar. Wollen wir aber die Daten von der alten Festplatte 1:1 auf die neue SSD-Festplatte kopieren, benötigen wir das Programm „Carbon Copy Cloner“. Kann man kostenfrei 30 Tage lang benutzen. Einfach die alte ausgebaute Festplatte in ein externes Gehäuse stecken und via USB anschliessen. Danach den iMac starten und dabei die „alt“-Taste gedrückt halten. Dann können wir direkt von der ausgebauten Platte mit dem aktuellen System starten, das Programm runterladen, die interne, neue SSD Festplatte formatieren und dann den 1:1 Kopiervorgang starten. Nach Beendigung des Kopiervorgangs, der einige Stunden dauern kann, dann unter Einstellungen – Startvolumes die neue Platte auswählen und neu starten.

Nun arbeitet Euer Mac mit der schnellen SSD-Festplatte und startet unter 10 Sekunden. Zu empfehlen wären auch mindestens 4GB RAM dazu, falls man auch gleich mit MacOS Sierra arbeiten möchte.

Frohes schaffen!