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Open Legacy Patcher – Alte Macs mit aktuellem MacOS nutzen – So geht es

Wie schon oft geschrieben gehören „alte“ Macs noch lange nicht zum „alten Eisen“ bzw. zum alten Aluminium Schrott. Ganz im Gegenteil. Ein Mac aus dem Jahr 2013 zum Beispiel, also mit gut 10 Jahren auf dem Buckel, kann mit kleinen Updates ohne weiteres mit einem neu gekauften iMac „von der Stange“, also mit Minimalausstattung, von MediaMarkt oder ähnlichen Discountern mithalten. Wenn nicht so gar vorbeiziehen in Sachen Geschwindigkeit. Denn es werden aktuell noch immer, was für mich unverständlich ist, immer noch physikalische Festplatten genutzt. Meistens wird die 1TB-Variante entweder als 2,5″ in kleinen iMacs, oder die 3,5″ Variante in 27″ iMacs. Aber gut, bei den ganz neuen bunten iMacs mit M1 und M2 Prozessoren geht keinerlei Aufrüsten mehr, da alle Speicher auf der Platine verlötet ist. Noch mehr Kopfschütteln, bzw, Apple will halt nicht mehr, dass man so lange seinen Mac nutzt. Wir machen es aber trotzdem.

Was benötigt man für einen alten, schnellen iMac oder für ein MacBook?

Idealerweise, damit auch das ganze Aufrüsten einen Sinn hat, muss eine digitale Festplatte, also eine SSD oder M2 Festplatte seinen Weg in die älteren Macs finden. Über den Einbau habe ich schon öfters geschrieben. Zum Artikel für den Einbau einer SSD kommt Ihr hier. Ältere MacBook Air oder auch MacBook Pros haben schon eine digitale Festplatte eingebaut. Auch diese könnte man austauschen, falls Ihr Euch für eine kleine 128GB beim Kauf entschieden habt, und diese nun voll wird. Leider gibt es auch bei den älteren tragbaren Modellen Ausnahmen, bei dem der Festplattenspeicher aufgelötet ist. Das kann man einfach bei iFixit nachforschen.

Nun komme ich aber zum Thema. Für die Installation von Open Legacy Patcher, der kostenfrei herunterzuladen ist, benötigt Ihr einen USB Stick mit mindestens 8GB, besser 16GB. Im Tool gibt es die Möglichkeit, sich einen Installations-USB-Stick herstellen zu lassen. Das solltet Ihr möglichst noch mit dem Mac machen, wenn er noch im alten Zustand ist. Ist der Mac, den Ihr aufrüsten wollt schon „leer“ und mit formatierter Festplatte, dann müsst Ihr Euch einen anderen Mac suchen, bei dem Ihr Euch den Installations-USB-Stick herstellt.

Was macht der Open Legacy Patcher?

Habt Ihr alles besorgt, geht es los. USB Stick einstecken und Mac anschalten. Vom USB Stick aus starten. Die Bootauswahl erscheint, wenn Ihr beim Start die ALT-Taste ständig gedrückt hält. Nun müssen wir als erstes die neue Bootpartition anlegen, die dem Mac sagt, ich bin nicht zu „alt“! „Buildt and Install OpenCore“ nennt sich dieser Button. Man wählt die interne Festplatte aus, die Partition und die Software legt los. Danach erscheint nach dem Start immer kurz ein kleines Symbol und der Mac startet normal. Jetzt könnt Ihr mit einem Installations-USB-Stick mit der aktuellen Systemversion „Ventura“ starten. Wo man die Versionen findet? Einfach mal bei Mr. Macintosh vorbeischauen. Der Download dauert je nach Webhosting etwa 30 Minuten. Wurde Ventura installiert und der Mac startet, dann müssen wir uns nochmals den Open Legacy Patcher runterladen und in die Programme legen. danach starten und den Button „Post Install Root Patch“ wählen. Hier werden alle spezifischen Treiber des Macs geladen, damit auch die Grafikkarte, WLAN oder USB ordentlich funktioniert. Nochmal ein Neustart und TATAAAA. Eus dem älteren Mac wurde eine aktuelle Arbeitsmaschine.

Wichtig ist noch, dass bei MacOS Updates immer etwas gewartet wird. Kurz nach der Veröffentlichung erscheint auch immer ein Update vom Legacy Patcher. Diesen solltet Ihr dann immer auch immer laden und aktualisieren. Also die Partition updaten und die Post-Installation. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Wie schon oben geschrieben, gibt es auch Video-Tutorials, falls Ihr es benötigt.

Viel Erfolg! Es lohnt sich!

https://www.youtube.com/channel/UC7FRPWLwRlhORhFHHywfqAg

MacOS Big Sur oder Monterey auf einen alten Mac installieren

Leider hat auch Apple die Angewohnheit ältere Macs nach immer kürzerer Zeit nicht mehr für das neueste MacOS zu qualifizieren. Sprich, Apple läßt das nicht zu, obwohl noch viele Modelle trotzdem kompatibel sein würden, sogar bis zurück ins Jahr 2009. natürlich macht das Apple hauptsächlich um Geld zu verdienen. Der Mac soll ja nicht 10 Jahre seinen Dienst erledigen, dann bringt er dem Unternehmen mit dem angebissenen Apfel keinen Gewinn.

Update auf Big Sur oder Monterey via DoItYoursef oder beim lokalen Service

Es gibt mit dem „OpenCore Legacy Patcher“ eine hervorragende Möglichkeit die Macs weiterhin aktuell zu halten. Wichtig ist allerdings die Ausstattung des Macs. Mit einer alten, physikalischen Festplatte kann man das Projekt gleich vergessen. Selbst mit älteren System laufen diese ausgedienten, alten Festplatten ziemlich zäh um nicht zu sagen unbrauchbar. Es daher ein Umbau auf eine digitale Festplatte notwendig. Idealerweise sollte der Mac auch mindestens 8GB RAM haben. Eine SSD im SATA Format oder bei Laptops SSDs im NVram Format bekommt Ihr beim lokalen Händler oder auch im Internet, zum Beispiel via Google Shopping. Den Einbau könnt ihr selber erledigen. Traut Ihr Euch nicht selber, dann den Mac einfach zum lokalen Mac-Service bringen. Die meisten Mac-Service Händler werden Euch abraten von einer Installation eines neuen MacOS auf einen alten Mac, weil sie natürlich auch Geld verdienen möchten. Also hier nicht wundern. Ein System installieren zu lassen wäre nicht notwendig, ausser es kostet nichts extra.

Mut zum Update

Ist Euer Mac nun technisch auf Stand, geht es zur Softwareinstallation. Als zusätzliches Tool benötigt Ihr einen 16GB USB Stick oder auch eine externe USB-Festplatte. Beides natürlich leer. Darauf wird ein Installations-Laufwerk, mit welchem Ihr später dann booten werdet und Big Sur oder Monterey installieren könnt. Von der Erstellung des Installationslaufwerks und der gesamten Installion gibt es detaillierte Videos von einem tollen Mac-Guru namens MrMacintosh. Die Videos sind allerdings auf englisch aber gut auch mit Bildern erklärt, sodass es auch mit geringem Englisch klappen wird. Nur Mut, es lohnt sich. Der Mac kann nicht kaputt gehen. Technisch kurz erklärt was der „OpenCore Legacy Patcher“ macht. Die neuen Systeme Big Sur und Monterey benötigen eine spezielle Partition auf der Festplatte, eine sogenannte „EFI-Bootpartition“. Da aber die alten Macs darüber nicht verfügen, wird dies Softwaretechnisch hergestellt. Es wird dann von der neuen Bootpartition gestartet, die dann auf die eingebaute SSD verweist und dann den Mac erkennt und ganz normal arbeitet. Es werden auch alle Systemupdates von Apple unterstützt. Wer sich aber nicht sicher ist, kann vor einem Update immer mal wieder bei MrMacintosh vorbeischauen, ob er das neueste Update auch empfiehlt.

Also Apple, Eure Macs halten länger als sie sollen, was wir gut finden. Auch die Geschwindigkeit ist sehr gut. Manchmal hat man den Eindruck, das ein älterer Mac mit neuer Platte schneller ist als ein neuer Mac.

Mehr Geschwindigkeit – iMac mit einer digitalen SSD Festplatte aufrüsten

Bild:Atimedia | Pixabay

Ein alter Mac gehört noch lange nicht aufs Abstellgleis. Ganz im Gegenteil. Manch alter Mac, und ich spreche von Modellen ab 2008, sind noch heute sichtlich schneller als ihre neuen, flachen Kollegen aus den aktuellen Regalen der Mac-Dealer. In unserem Beispiel nehmen wir uns einen iMac mit 24″ aus dem Jahre 2008 vor. Hier haben wir nun zwei Möglichkeiten. Wir ersetzen einfach die alte, analoge Festplatte oder wir nehmen das DVD-Laufwerk raus und haben somit zwei Festplatten im iMac. Der Vorteil von zwei Festplatten ist natürlich mehr Speicherplatz intern. Hier kann man die alte Festplatte entweder drin lassen, sofern sie den Geist nach diesen Jahren noch nicht aufgegeben hat, oder man ersetzt sie gegen eine neue Festplatte mit mehr Kapazität. Oder gar auch gegen eine digitale SSD. Je nach dem, wieviel Ihr auch investieren möchtet. Aktuell liegen SSD-Festplatten mit 240GB etwa bei 70 Euro und 480GB SSD-Festplatten etwa bei 140 Euro. 2TB-Festplatten der alten Generation bekommt ihr schon für etwa 75 Euro.

Was brauchen wir also um den iMac mit 24″ Display aufzurüsten, wenn wir die alte Platte drin lassen möchten und das DVD-Laufwerk ersetzen möchten?

Wir benötigen eine neue SSD-Festplatte und ein iMac-SSD-DVD-Einbaukit. Das Einbaut gibt es in zwei Varianten. Mit und ohne externes DVD-Gehäuse. Will man sein DVD-Laufwerk weiter benutzen, dann nimmt man das Gehäuse dazu, somit kann man das DVD-Laufwerk extern via USB weiter nutzen. Das Einbaut und die SSD-Festplatten gibt es beim örtlichen Händler oder bei Amazon. Die Marke der SSD-Festplatte ist nicht so wichtig. Auch muss es nicht die schnellste sein. Einfach eine Standard-SSD aussuchen.

Wie öffne ich meinen iMac für den Umbau?

Wir benötigen folgende Werkzeuge, um ans innere des iMacs vorzudringen. Wichtig hierbei ist, das man mit äusserer Vorsicht vorgeht und natürlich den Netzstecker vorher zieht. Um das Front-Glas abzubekommen benötigen wir einen Saugnapf. Die Frontscheibe steck und ist magnetisch. Ist die Scheibe ab, geht es mit Torx-Schrauben weiter. Hier geht dann der Alurahmen ab und danach das Display. Hier ist natürlich auch jedes Modell anders. Deswegen leite ich Euch hier einfach weiter an ein Video-Tutorial von iFixit. Einfach den richtigen iMac aussuchen und alle Schritte laut Video folgen. Den Ausbau der Festplatte und den Ausbau des DVD-Laufwerks. Hier geht es zu iFixit iMac-Tutorials.

Wie kopiere ich die Daten von der alten Festplatte auf die neue SSD-Festplatte?

Haben wir dann den iMac nach dem Umbau mit Hilfe von iFixit-Tutorials wieder zusammengebaut, geht es an die Daten. Will man sein System neu aufsetzen, dann ist der Vorgang ja relativ klar. Wollen wir aber die Daten von der alten Festplatte 1:1 auf die neue SSD-Festplatte kopieren, benötigen wir das Programm „Carbon Copy Cloner“. Kann man kostenfrei 30 Tage lang benutzen. Einfach die alte ausgebaute Festplatte in ein externes Gehäuse stecken und via USB anschliessen. Danach den iMac starten und dabei die „alt“-Taste gedrückt halten. Dann können wir direkt von der ausgebauten Platte mit dem aktuellen System starten, das Programm runterladen, die interne, neue SSD Festplatte formatieren und dann den 1:1 Kopiervorgang starten. Nach Beendigung des Kopiervorgangs, der einige Stunden dauern kann, dann unter Einstellungen – Startvolumes die neue Platte auswählen und neu starten.

Nun arbeitet Euer Mac mit der schnellen SSD-Festplatte und startet unter 10 Sekunden. Zu empfehlen wären auch mindestens 4GB RAM dazu, falls man auch gleich mit MacOS Sierra arbeiten möchte.

Frohes schaffen!